Aus diesen 5 Gründen muss Werder mit Di Santo verlängern

Hinter dem Klassenerhalt dürfte nach dem Derbysieg endgültig ein Haken in Bremen stehen. Es wird offiziell in Richtung Europa League geschielt. Die Qualifikation für diesen Wettbewerb wäre aber nicht nur die langersehnte Rückkehr zu den europäischen Fleischtöpfen. Von einer Qualifikation für Europa könnte noch etwas ganz anderes abhängen: Der Verbleib von Top-Stürmer Franco Di Santo. Eichin betonte unlängst, dass der internationale Wettbewerb „ein zentraler, entscheidender Punkt“ bei den Bemühungen um eine Vertragsverlängerung sei. Es bleibt also spannend um unseren Gaucho: Verlängert Franco Di Santo seinen Vertrag oder geht er?

Eine Verlängerung in Bremen wäre elementar wichtig. Sportlich und wirtschaftlich. Aus Vereinssicht macht eine Verlängerung vor allem aus folgenden Gründen Sinn:

  1. 15-Tore-Plus-Stürmer: Franco Di Santo ist seit Claudio Pizarro endlich wieder ein Stürmer, der pro Saison für 15 oder gar mehr Tore steht. Dabei ist er nicht nur der klassische Strafraumstürmer, er nimmt am Spiel teil, kann Mitspieler in Szene setzen und ist unglaublich stark im Dribbling. Qualitäten, die an der Weser lange schmerzlich vermisst wurden.
  2. Er macht den Unterschied: Das beste Beispiel hierfür war eigentlich das Spiel beim SC Freiburg. Eines dieser klassischen 0:0-Spiele. Es sind meist Einzelaktionen, die solche Spiele doch noch zu Gunsten einer bestimmten Seite kippen lassen. Di Santo ist aufgrund seiner überdurchschnittlichen Technik ein Spieler, der für solche Momente steht – und meist entscheiden sie über wichtige Punkte.
  3. Der Mentor: Werder Bremen verliert zur kommenden Saison schon Davie Selke. Als Eigengewächs bleibt aber vor allem der hochveranlagte Melvyn Lorenzen. Er kann an der Seite von Di Santo reifen und sich zu einem guten Bundesliga-Stürmer entwickeln. Für die Entwicklung solch junger Talente ist es förderlich, einen hochveranlagten und sympathischen Profi an der Seite zu haben, von dem man gerne Ratschläge annimmt. Auch für die anderen Jungs in der Truppe ist er ein wichtiges Teammitglied zu dem man aufsieht.
  4. Nicht direkt ersetzbar: Einen sportlich gleichwertigen Ersatz kann Werder nicht finanzieren. Auf Wundertüten zu hoffen, könnte schnell zu einem gewaltigen Rückschritt werden. Vielmehr sollte man neben ihm, den zuvor genannten Lorenzen und einen neuen Stürmer, der schon weiter in seiner Entwicklung ist, neben Di Santo etablieren. So hätte man bei einem Di-Santo-Verkauf zur Saison 2016/2017 zwei gestandene Stürmer im Kader. Ein neuer Stürmer müsste dann nicht zwingend als Di Santo-Ersatz vorgestellt werden und bekäme eine längere Eingewöhnungszeit. Den Druck von außen würde diese Variante für Neuverpflichtungen auch minimieren.
  5. Ablöse: Eichin hat immer wieder betont, dass niemand unverkäuflich ist. Natürlich aber nur dann, wenn das wirtschaftliche Gesamtpaket in den Konsolidierungsplan des Vereins passt. Für besondere Spieler bedarf es besonderer Angebote. Di Santo ist ein Spieler, für den man sich besondere Angebote erhofft – im Idealfall aber erst ab der übernächsten Saison. In diversen Medien kursieren derzeit Summen von 8 Mio. bis 12 Mio. Euro. Di Santo ist bei längerer Vertragslaufzeit aber deutlich mehr wert. Es ist davon auszugehen, dass er seine Leistung mindestens beibehält. Vielleicht wird er sogar noch stärker. Sollte er sich in Zukunft nicht allzu schwer verletzen, würde der Verkauf zu einem späteren Zeitpunkt noch mehr Geld in die Kassen spülen. Eine Verlängerung mit einer Ausstiegsklausel, die bei ca. 14 Mio. – 18 Mio. Euro liegt, wäre denkbar.

Aus Fansicht hofft man natürlich immer, dass Spieler vom Format eines Di Santo möglichst lange im Verein bleiben. Der Argentinier hat allerdings nie einen Hehl daraus gemacht, sportlich lukrative Angebote in Betracht zu ziehen. Auch eine Rückkehr nach England, wo ihn viele als gescheitert sehen, kann er sich gut vorstellen. Aber das verübelt man ihm nicht. Er geht ehrlich mit dem Verein und den Fans um und viel wichtiger: Er zerreißt sich auf dem Platz für das Team. Di Santo ist ein guter Junge, dessen Weg nicht in Bremen enden wird. Ich weiß, dass ich ihm dann weiterhin alles Gute wünschen werde. Ich hoffe aber, dass es nicht schon zur nächsten Saison so sein wird.

#WerderbrauchtDiSanto

#WerdernecesitaDiSanto

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