Nein, es lag definitiv nicht am Platz…

Was für ein Tag war das denn gestern bitte? Erst veröffentlicht die Sportbild die Schlagzeile, Selke könne Werder im Sommer schon Richtung Leipzig verlassen, dann heißt es, dass im Extremfall auch di Santo nach Wolfsburg, Leverkusen oder Gelsenkirchen abwandern könnte und für die Krönung sorgte Werder Bremen dann selbst: Das Aus im Pokal. Wieder gegen einen Drittligisten, wieder am eigenen Unvermögen gescheitert und NICHT am Platz! 

Klar, der Platz war vielleicht weniger SchücoArena, dafür umso mehr Bielefelder Alm, aber will man sich als Bundesligist wirklich an solchen Banalitäten festkrallen? Ich würde auch als Amateur-Fußballer immer erwarten, dass der klassenhöhere Verein auf jedem Untergrund den besseren Fußball spielen können muss. Meine Hochachtung vor Skripnik, der gar nicht erst anfing mit den Platzverhältnissen zu hadern. Wieso auch? Die Leistung des Teams war es, die nicht stimmte. Das 3:5 gegen Wolfsburg hatte ich noch zu Beginn der Woche relativiert, weil man eben gegen ein bockstarkes Wolfsburg fünf Dinger kassieren kann, aber Bielefeld war zweifelsohne ein Rückfall. Umso schlimmer, dass dieser Rückfall Werder um eine Millionen Euro gebracht hat, die nicht im Budget eingeplant waren. Die klamme Kasse hätte sich über diese realistische und eigentlich zu erwartende Finanzspritze gefreut.

In Bielefeld darf man sich nun darüber ins Fäustchen lachen und feiern – mit Recht. Im Pokal, der seine eigenen Gesetzen hat, wo die Kleinen auch mal die Großen schlagen, hat die Arminia den Bundesligisten verdient aus dem Turnier genommen. Damit hätte ich diese Pokal-Floskeln nun auch bedient… Die Bremer haben sich eben ab der 30. Minute den Verhältnissen des Platzes angepasst. Es war nicht mehr zu erkennen, was schlimmer war: Der Rasen oder Bremens Spiel? Beides war irgendwie… beschissen!

Natürlich muss man dieser Bremer Mannschaft Zeit geben, aber trotzdem darf sich über solche Spiele geärgert werden. Ich möchte nun nichts schlecht reden was in den letzten Wochen noch gut war, aber irgendwo muss dieser Frust jetzt eben hin. Es ärgert mich nämlich auch noch einen Tag nach dieser Niederlage ungemein, dass Bremen an Bielefeld gescheitert ist.

Dennoch versuche ich erwartungsfroh dem Wochenende entgegenzublicken. In Freiburg wartet der Sportclub, der unter der Woche ein positiveres Erlebnis hatte. Dort gilt es wieder ein anderes Gesicht zu zeigen. Das spielfreudigere Gesicht, das uns in den letzten Wochen so viel Spaß bereitet hat. Nun kann der komplette Fokus ja auf die Bundesliga gerichtet werden. Also Jungs: Holt so schnell wie möglich die 40 Punkte und schenkt und das ein oder andere Spiel, das uns immer wieder gerne daran erinnert, wieso wir in guten und in schlechten Zeiten immer zum Verein stehen! Auf einen Dreier in Freiburg, auf die geilsten Fans der Liga, auf den geilsten Verein – Forza SVW!

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s